Kindheit und Jugend

Godela Orff ist angetreten nach einem Lebensgesetz, das kaum Parallelen kennt. Schon ganz früh von ihren Eltern weitgehend allein gelassen (die Ehe der Eltern hielt nur kurz), wurde sie bei Fremden untergebracht.

Es war eine einsame Kindheit

Sehr oft musste sie die Schulen wechseln. Trotzdem übersprang sie mehrere Volksschulklassen. Vom 11. bis zum 16. Lebensjahr kam sie in die Schweiz auf eine Sekundarschule und lebte in einem Pensionat.

Beim Flötenunterricht

Nur in den Ferien durfte sie ihren Vater in München besuchen. Besonders glücklich machte er sie, wenn er ihr seine „neuesten Sachen”, wie er sagte, vorspielte. Das waren in dieser Zeit Carmina Burana und Der Mond.

Carl Orff und Godela Orff lesen Partitur

Ihr Lieblingsstück aus den Carmina Burana war damals „o,o,o, totus floreo“, das der Vater wie einen „kessen Gassenhauser” auf dem Flügel „hinhaute“, wie sie in ihrem Buch Mein Vater Carl Orff und ich schreibt und wie es in ihrem gleichnamigen Hörbuch zu hören ist.

Mit 13 Jahren schrieb sie „ihr“ „Weihnachtsspiel für meinen lieben, lieben…“ (Vater) mit genauen Regieanweisungen, Illustrationen, Sprechchor und den typischen Satz- und Wortwiederholungen ihres Vaters.

Rückkehr zu ihrem Vater

Mit 16 kam sie zu ihrem Vater „nach Hause“ zurück. Sie wollte Ärztin werden. Aber der Vater hatte kein Geld für ein Studium. Er machte ihr klar, dass sie Schauspielerin werden solle, worin er eine andere große Begabung von ihr sah. Hatte sie doch in den verschiedenen Schulen schon erfolgreich Theater gespielt, „selbstverständlich“ die Hauptrollen unter ihrer Regie in ihren eigenen Stücken. Mit acht Jahren hatte sie dem Prinzen Max von Baden als Prinzessin im Froschkönig äußerst erfolgreich vorgespielt.

Weiter zur Seite Carmina Burana