Carmina Burana

Mit dem Vater bei der Uraufführung der
Carmina Burana

Am 8. Juni 1937, Godela Orff war 16, wurde die Carmina Burana in Frankfurt a.Main uraufgeführt. Erste Berichterstattung der stolzen Tochter an ihre Großeltern mit dem berühmten Zitat des Vaters: „Die Übertragung soll Scheiße gewesen sein…. Godela fühlt sich hier im Glanze sehr wohl. Niemand hat geglaubt, dass das Stück so stark auf der Bühne wirkt. Die Presse überbietet sich in Lobeshymnen. Alles andere dann mündlich. Bis bald C.“

„Glücklich!“ – Vater und Tochter nach der Uraufführung
der Carmina Burana

Es folgte die zweite Aufführung vier Tage später. Godela Orff schreibt darüber in ihrem Buch Mein Vater Carl Orff und ich: „Die Spitzen der Partei, wir sind ja im Dritten Reich, sitzen im Zuschauerraum. Sie werden entscheiden, ob man dieses Stück genehmigen könne. Der erste Teil verklingt… Der Dirigent macht eine Pause, wartet oder hofft auf Applaus – alles still – eisiges Schweigen. Da ertönt aus der Proszeniumsloge neben der Bühne eine helle, durchdringende Stimme (von der jungen Godela Orff) voller Empörung: „Warum klatschen denn die Scheißkerle nicht!“ (gemeint sind die Parteibonzen). Die Spannung zerreißt, der Applaus brandet mit befreiendem Lachen auf. Die Vorstellung ist gerettet.“ Der weltweite Siegeszug der Carmina Burana beginnt seinen Lauf.

Hörprobe  “Warum klatschen denn die Scheißkerle nicht!” aus dem Hörbuch Godela Orff: Mein Vater Carl Orff und ich.

 

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