Die Stationen einer großen Schauspielerkarriere

Mit 16 Jahren wurde Godela Orff als eine von 400 Bewerbern in der Staatlichen Schauspielschule in München aufgenommen.

Godela Orff feierte als Schauspielerin außergewöhnliche Bühnenerfolge. Noch in ihrer Ausbildungszeit wurde sie am Bayerischen Staatsschauspiel in München mit Hauptrollen betraut, mit 18 Jahren war sie festes Mitglied dieses Theaters und spielte sehr bald in den großen Klassikern im Prinzregententheater.

München 1939: Godela Orff mit 18 Jahren am Bayerischen Staatsschauspiel. Ihre erste Rolle als Luciana in der Komödie der Irrungen von William Shakespeare.

Die Augsburger Zeitung schreibt darüber: „Die junge Künstlerin besitzt in hohem Grade die Kunst der verzauberten Seele und gehört dank ihrem starken szenischem Instinkt zu den meist versprechenden Bühnenbegabungen unter dem heutigen Nachwuchs.“

1940: Godela Orff als Jenny Lind bei der Uraufführung vom Gastspiel in Kopenhagen von Friedrich Forster im Residenztheater München. „Diese Jenny Lind entschied den starken Erfolg der Aufführung“ – so die Neue Augsburger Zeitung vom 24.10.1940.

Godela Orff erobert die Presse. Wer in der Tageszeitung, z.B. dem “Münchner Abendblatt” skizziert wird, hat öffentliches Interesse gefunden.

Godela Orff als Gertrud Crampton in Gerhart Hauptmanns
Kollege Crampton. Residenz-Theater München, 1941

Aus dem Programmheft des Bayerischen Staatsschauspiels Residenz-Theater in München vom 27. Februar 1941

1941: Eine ihrer stärksten Leistungen: die Prothoe in Penthesilea von Heinrich von Kleist im Münchener Staatsschauspiel.

Godela Orff als Prothoe in Penthesilea

Die Presse schreibt am 15.12.1941: „Eine Leistung, die besonders genannt werden muss: die Prothoe Godela Orffs.  Einer Penthesilea Freundin zu sein, fordert nicht nur dienendes Maß. Prothoe, auf der Brücke zwischen sich selbst und der Königin, zwischen Aufgeben und Gewinnen hin- und hergeschüttelt, auch eine echte Kleistsche Gestalt. Sie darzustellen, bedarf es eines vollen dramatischen Klangs. Godela Orff fand ihn, so im großen Kreis der wetteifernden Spieler, die offensichtlich das mächtige Werk hochriss und beglückte, die Würde der Darstellung heiß und hell noch einmal in ihrer Person heraushebend.“

Godela Orff in der Haupt- und Titelrolle als
Agnes in Hebbels Agnes Bernauer, 1942

Godela Orff als Agnes in Hebbels Agnes Bernauer: „Mit dieser Rolle inspirierte ich meinen Vater, eine bayerische „Bernauerin“ zu schreiben…” Zitat aus ihrem Buch Godela Orff Mein Vater Carl Orff und ich.

Carl Orff schreibt in seiner Dokumentation Carl Orff und sein Werk (Hans Schneider, Tutzing): „Meine Tochter hatte das Glück, gleich von der Schauspielschule weg ein Engagement am Bayerischen Staatsschauspiel zu bekommen, wo sie bald in ihrem Fach zu größeren Aufgaben herangezogen wurde. So erhielt sie schon im zweiten Jahr eine Haupt- und Titelrolle, Hebbels Agnes Bernauer..“

Die Presse überschlägt sich: Theaterkritiken über Godela Orff als Agnes in Hebbels Agnes Bernauer, 1942

Godela Orff inspirierte Carl Orff, eine neue Bernauerin zu schreiben. Authentisches darüber im Menüpunkt Die Bernauerin.

Weiter zur Seite Die Bernauerin